Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich keinerlei Weihnachtsgefühle hege – zumindest zur Zeit – und dieses nahe Ereignis momentan relativ spurlos an mir vorbei zieht. Aber das liegt sicherlich auch an der Umgebung, die ebenso wenig Wert auf diese Kultur legt und die Supermärkte rundherum haben dieses Metier sowieso schon seit Monaten abgedeckt und damit auch den Reiz genommen.
Umso überraschter und dann auch sehr erfreut und berührt war ich dann doch, als ich vor wenigen Tagen von einem schmunzelnden Post-Angestellten an der Wohnungstüre ein schweres Paket in die Hand gedrückt bekam. Frisch aus der Schweiz. Darauf nicht nur ein lachendes Foto, sondern sogar der groß geschriebene Absender „Christkind“.
Ein paar Katzenhaare und etwas Knüpferei später war es dann auch soweit… an der Wand thront nun ein schöner, klassischer Weihnachtskalender und erinnert dabei ein wenig an die verlorene Kindheit, als man noch solche Stoffsäckchen aufhängte, den Weihnachtsschmuck selber bastelte und die Christbaumkugeln manchmal sogar auch selber bemalte und die Wohnung nach echter Tanne und Bienenwachs duftete. Oder so.
Auch die Felltiger waren und sind sehr angetan von dem Geschenk, deswegen hängt das schwere Teil nun mit Kabel fixiert (die Wollschnur war zu schwach) in mehr als zwei Meter Höhe und ist damit vor Krallen sicher auch nur mit einem Sessel und etwas Balance-Gefühl zu erreichen – das macht es aber tagtäglich nun reizvoll, denn man fühlt sich glatt wie der kleine Junge, der versucht die versteckten Geschenke oben vom Kasten mit dem verzweifelt ausgestreckten Arm zu erreichen.
Übrigens stehen nun bereits zwei Holzkatzen als deutlich einfachere Haustiere am Fensterbrett, gestern gab es Vitamin-Tee und heute das gesunde Pendant dazu in Form von Schoko-Kakao von den Eidgenossen. So gehört sich die Weihnachtszeit… danke Nico! Da empfehle ich dazu damit passend auch gleich ein wenig Schweizer Bergluft.